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Politischer Austausch zu KfW-Förderprogrammen

Was hilft dem Wohnungsbau jetzt wirklich? Darüber haben sich am 10. September 2026 unser Hauptgeschäftsführer Andreas Demharter, Baugewerbe-Präsident Wolfgang Schubert-Raab und ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa mit den bayerischen Bundestagsabgeordneten Michael Kießling und Stephan Stracke von der Arbeitsgemeinschaft Bau der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ausgetauscht.

Im Gespräch hat das Baugewerbe auf folgende Punkte aufmerksam gemacht:

  • Ab 1. Januar 2027 herrscht Unklarheit. Die Förderung Effizienzhaus 55 endet spätestens am 31. Dezember, absehbar ist das Geld jedoch schon vorher aufgebraucht. Das Nachfolgeprogramm ist erst für Sommer 2027 vorgesehen, hier droht also eine riesige Lücke mitten in der Bausaison. Das würde für noch mehr Unsicherheit sorgen, noch weniger Bauwillige fassen dann den Mut zu bauen.
  • Hinzu kommt: Laut dem Entwurf des Bundeshaushalts 2027 sinkt die Neu- und Umbauförderung um 41 Prozent, von 3,34 auf 1,96 Milliarden Euro. Rund 70 Prozent davon liegen in einem neuen Sammeltitel, für den es noch keine Richtlinie gibt. Aktuell wird der Haushalt diskutiert: So kann es nicht bleiben, der Wohnungsbau würde weiter einbrechen.
  • In der Sanierungsförderung gibt es für ein seriell auf Effizienzhaus 70 saniertes Gebäude fünf Prozent Zuschuss. Für dasselbe Haus, handwerklich saniert, gibt es unverständlicherweise keinerlei Zuschüsse mehr – bei identischem energetischem Ergebnis. Dieses Muster darf sich beim Neubau nicht wiederholen.

Unsere Forderung

Die KfW-Programme müssen angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation für die Verbraucher besser ausgestattet und zinsgünstig und zinsstabil vergeben werden. Idealerweise bis zum Ende der Legislaturperiode. Zugleich sollte die ausführende Wirtschaft bei der Ausarbeitung technischer Anforderungen mehr einbezogen werden, bevor die nächsten Richtlinien stehen.

Politischer Austausch KfW-Programme

V.l.n.r.: LBB-Hauptgeschäftsführer Andreas Demharter, ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa, MdB Michael Kießling, Baugewerbe-Präsident Wolfgang Schubert-Raab und MdB Stephan Stracke. Foto: ZDB